Kinderarmut im Land Bremen

Bremen ist das Bundesland mit der höchsten Kinderarmut, jedes dritte Kind muss hier in Armut aufwachsen. Gleichzeitig liegt Bremen beim Durchschnittseinkommen im oberen Drittel der Bundesländervergleich.

Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich spiegelt sich in der Spaltung der Stadtteile wieder. Kinder aus einkommensarmen Ortsteilen sind 30mal häufiger von materieller Armut betroffen als Kinder aus privilegierten Ortsteilen.

Die Folgen sind fatal:

Kinder aus benachteiligten Stadtteilen haben eine kürzere Lebenserwartung, geringere Chancen auf einen Bildungsabschluss oder einen existenzsichernden Arbeitsplatz. Anders gesagt: Ihre Zukunft ist abhängig von der Kassenlage.

Diese Kopplung von sozialer Herkunft und Zukunftschancen ist nicht alternativlos. Insbesondere das Bildungssystem hat eine Schlüsselfunktion bei der Armutsprävention. Frühkindliche Bildung wirkt sich positiv auf die spätere Entwicklung aus. Um allen Kindern den Weg zu ebnen, müssen Angebot, Zugang und Ausstattung der Kindertagesbetreuung stärker auf die Bedürfnisse der Familien eingehen. Wie das umgesetzt werden kann, darüber wollen wir in einer ersten Runde von 16 bis 18 Uhr mit Expert*innen aus Praxis und Wissenschaft diskutieren.

In der zweiten Runde am Abend werden wir aus verschiedenen Blickwinkeln auf die Kindergrundsicherung schauen. Ist sie ein möglicher Ausweg aus der Armutsfalle? Kommen Kinder dadurch heraus aus dem 'Anhängsel-Dasein' in der Bedarfsgemeinschaft? Wie kann eine Kindergrundsicherung funktionieren? Diesen und weiteren Fragen widmen wir uns ab 19 Uhr u.a. mit Katja Kipping, Vorsitzenden der LINKEN.

  • WANN: Mittwoch, der 14. September 2016, von 16 bis 21 Uhr
  • WO: Helene-Kaisen-Haus, Beim Ohlenhof 10, 28239 Bremen

Sie sind herzlich eingeladen, mit uns und unseren Gästen über Auswirkungen und Auswege aus der Kinderarmut zu diskutieren.

Kinderbetreuung und ein Abendsnack werden zur Verfügung gestellt. Die Teilnahme ist kostenlos.